MANDOS  VISIONEN

Helmut MANDO - Ereignis folgt Kunst

MANDO hat seine Gefühle und Eingebungen in seinen Werken festgehalten.

 


 

Ich erinnere mich an den Tag 9/11. Die Nachrichten liefen im Fernsehen rauf und runter - jeder war geschockt über den Angriff der Türme. Wir saßen im Wohnzimmer auf der Couch als er sagte, „dass habe ich gesehen, dazu habe ich ein Bild.“  -  entstanden im November 1998.

Der Wirbelsturm Hurrikan „Sandy“ dürfte Zerstörungen von historischem Ausmaß verursacht haben - so die Medien im Oktober 2012. MANDO malte sein Bild 1994.

MANDO bezeichnete Frau Merkel als „Goldie“ - in 2001 ist sein Bild entstanden. Zu dieser Zeit war sie Parteichefin der CDU. Dass mal eine Frau unser Land regieren und sie diejenige sein wird, die Kanzler Gerhard Schröder in 2005 ablösen würde, war zu dieser Zeit nicht absehbar. MANDO sah sie bereits so, wie sie Jahre später von Karikaturisten (liebevoll) dargestellt wurde. 

Ja und das Weltgeschehen, auch dies hat MANDO beobachtet. Er sagte schon früh: „die neuen Medien werden ein Segen, aber auch ein Fluch für die Welt sein. Wir zerstören damit uralte Lebensformen. Wir geben das Bild vom „Schlaraffenland“ wo alles zu haben ist und vermeintlich Milch und Honig fließen.“ Wir Kinder kannten dies noch aus dem Märchen.

 

Er sagte: „die Welt verschiebt sich, Menschen verlassen Ihre Heimat.“ Das Aquarelle "Europa den Schwarzen" entstand im Oktober 1987. MANDO hatte nichts gegen die Vielfalt der Menschen, er achtete Jeden. Leben und leben lassen, dies war immer seine Ansicht. Er hatte auch immer fünf Mark für Bettler übrig, die regelmäßig zu ihm ins Geschäft kommen durften. Er gab lieber, bevor er nahm. 


Sein Herz schlug für Indianer und er litt unter Ihrer Vertreibung und Ausrottung. Er sprach oft davon, als sei er mal ein Teil eines Stammes gewesen. Er glaubte an Seelenwanderung. Er malte Bilder mit seinen Gefühlen und Ängsten, zu Hiroshima, GAZA und anderen Zerstörungen dieser Menschheit.

 

Im August 2015 malt MANDO seine letzte Vision:

„Europa steht Kopf (und keiner will es wahr haben)“

 

 


„Goldie“ - 07/2001

MANDOS Vision auf die Bundeskanzlerin ab 11/2005
No. 10280701 / WFU
Dispersion/Leinwand, 100 x 80 cm


„Hurrikan Sandy“ - 04/1994

MANDOS Vision auf Oktober 2012
No. 10100494
Dispersion/Sperrholz, 124 x 48 cm


„Vision“ - 11/1998

MANDOS Vision auf den 11.Sept.2001
No. 12191198 / P
Dispersion/Nessel, 66 x 43 cm

 

„Europa den Schwarzen“ - 10/1987
MANDOS Vision auf die aktuelle Bewegung in der Welt
No. 14261087 / P
Colori Aquarelli Coprenti Plakatkarton 
48 x 68 cm 



„Europa steht Kopf (und keiner will es wahr haben)“ - 08/2015
MANDOS Vision auf die Ohnmacht
Dispersion/Collage/Leinwand 
60 x 40 cm
No. 69 - Neue Zeit
No. 13310815 / N


     

Wir redeten oft über Politik und das Weltgeschehen, - so auch noch im Hospiz. 

 

Er war sich sicher, dass die Menschheit in Europa die längste Zeit in Frieden gelebt hat. 

 

„Deutschland wird zum Drittland werden. Nicht verglichen mit der Armut der Entwicklungsländer.

Nein, aber wir werden nach Hinten durchgereicht."

 

Er schrieb bereits 2013 Briefe an Frau Merkel und Herrn Putin. Was drinnen stand - ich weis es nicht. Antworten erhielt er nicht. 


Er wünsche sich am Sterbebett für die Erde und die Menschen darauf Frieden, - „die unaufhörliche Mischung der Völker untereinander ist falsch und nicht gut. Sie schürt Neid und Hass.“

Die Medien machten ihm Angst.

 

„Der dritte Weltkrieg wird ein Glaubenskrieg sein.“

 

„Der Mensch ist nicht in der Lage, mit dieser Erde in Frieden zu leben. Er führt schon immer Kriege, fordert schon immer Macht, beutet schon immer aus.“

 

Ich betrachte mit Schauer dieses Aquarell und hoffe, dass nicht auch dieses Bild zu seinen Visionen gehört hat, entstanden 1985.

Es zeigt die Erde und Atompilze.