DIE REISE INS LICHT




 
„Helmut MANDO - REISE INS LICHT“
1. Einzelausstellung mit Arbeiten des Künstlers
in der WAAS.sche - Fabrik in Geisenheim
vom 18.04.2019 bis 02.06.2019
 



 

Auftakt zur Ausstellung: 

Ein Dank geht zunächst an den liebenswerten Dr.Winfried Rathke, langjähriger Vorsitz des Rheingauer Kunstvereins für die emotionale Laudatio. 

 

Womit beginne ich? Meine erste Bewerbung für eine Kunst-Ausstellung!

 

Über eine Freundin erhielt ich den Vorschlag der Waas.schen Fabrik in Geisenheim. Ich schrieb die Inhaberin Frau Andrea Nusser an und erhielt die Zusage für sechs Wochen in diesem edlen Werks-Ambiente - auf zwei Etagen - eine Einzelausstellung abzuhalten.

 

Es machte mich stolz. Ich hatte es tatsächlich geschafft.

 

Die erste "Reise ins Licht" mit den Bildern meines verstorbenen Vaters - war bestätigt.

Es ehrte mich, meinen Vater zu vertreten. Es sollte schön werden.

 

Ich besorgte kleine Plexiglassterne an blauen Bändchen, die an die Sektgläser gebunden wurden - sie sollten beim Vernissage Empfang bereit stehen.

 

Sein Symbol - der STERN.

 

Nun konnte ich beginnen seine Werke nicht nur auf dieser Homepage, sondern auch "in live" zu zeigen. Es machte mich glücklich -  mein Versprechen, welches ich ihm am Sterbebett gegeben hatte, wahr werden zu lassen. Ich brachte seine Bilder "ins LICHT".

 

Mein Anspruch, die perfekte Ausstellung.   

 

Diesbezüglich allerdings völlig unerfahren, "ballerte" ich die Ausstellungsräume mit viel zu vielen Werken zu. Ich wollte soviel wie möglich und damit seine große Vielfalt aufzeigen.

 

Auf den Rat der Veranstalter "weniger ist mehr", hörte ich nur mit einem Ohr.

 

Beim ersten "entspannten" Rundgang nach Eröffnung der Veranstaltung wusste ich für mich- Sie hatten Recht gehabt. Ich hatte zu dicht gehängt. Gerade oben auf der Empore. Die Bilder kamen dadurch nur wenig, bis gar nicht in Ihre Wirkung und Strahlkraft.

 

Ich hatte mich vielleicht auch verschätzt durch die Größe der Lokation - gleich 94 Werke zeigen zu wollen. Ich hatte einfach kein Maß. 

 

Jedes seiner Bilder brauchte Raum. Dies hatte ich nun verstanden. 

 

 

Es wurde eine schöne Ausstellung und ich wusste MANDO hätte dieser Ort gefallen. Abends mit dem Blick in die Sterne gab ich ihm mein Wort, eine nächste Ausstellung wird mit weniger Werken "anders werden".

 

Anders war bereits meine Heimfahrt noch am frühen Vormittag der Eröffnung. Die letzten Handgriffe waren erledigt. Die Ausstellung stand. Ich fuhr alleine in meinem Auto nochmals zur kurzen Entspannung nach Hause.

 

Es war nicht viel Verkehr; der Weg führte am Rhein entlang. Ich war in Gedanken bei MANDO - als mein Blick aufs Wasser ging. Parallel zu mir fuhr dort ein Lastenschiff. Sein Name  - "WEGA".

 

Mich durchfuhr es wie ein Blitz. Denn der Stern meines Vaters war genau dieser. Er sagte immer zu mir, "ich komme von einem Stern, WEGA und dorthin werde ich zurückkehren." Auf der weiteren Heimfahrt überlegte und rätselte ich über die Wahrscheinlichkeit, genau zu dieser Zeit, an diesem Ort zu sein und den Namen dieses Schiffes während der Autofahrt dann auch noch wahrzunehmen und zu lesen. Ich spürte: es war ein Zeichen!

 

Ich hatte damit keine Hemmungen mehr vor dem was mich erwartet; ich wurde ruhiger. Mando war an meiner Seite und führt mich.

 

Dann war es soweit. Ich wusste Dr. Rathke wird eine Laudatio sprechen zur Eröffnung der Ausstellung, Sekt und frische Kuchen hatte die liebe Andrea Nusser vorbereitet. Es sah alles schön aus und wirkte so friedlich. Die Sterne an den Gläsern; eben Besonders.

 

Der Gitarrenspieler Gabor Racz Pogi spielte wunderbare Hintergrundmusik. Es war perfekt.

 

Andrea Nusser stellte mich auf der Bühne den Gästen als die Tochter von Helmut Mando vor und sagte noch Worte zur Lokation. Womit ich nicht gerechnet hatte, sie drückte mir dann das Mikro in die Hand und bat mich lächelnd um ein paar Eröffnungs-Worte zu meinem Vater.

 

Da stand ich nun - erstmals im Scheinwerferlicht meines Vaters und... es sprudelte plötzlich aus mir nur so heraus... gefühlt eine halbe Stunde lang. Auch mit Tränen und dennoch klarem Text. Ohne Absprachen. Ich hatte mich zuvor mit Dr. Rathke nicht getroffen. Ich kannte ihn nicht. Es war auf dieser Waas.schen Bühne zu stehen einfach nur emotional. Ich beobachtete mich dabei, beim Reden ständig nach Oben zum Emporenhimmel zu schauen. Vielleicht fühlte ich dort MANDO, der mich so gut frei reden ließ. Zum ersten Mal.

 

Danach übergab ich Dr. Winfried Rathke das Wort.

 

Ich lauschte ihm  - noch immer sehr aufgeregt über meine eigene Ansprache und traute meinen Ohren kaum, wie bewunderungsvoll er über die Bilder sprach und über die Schaffensepochen meines Vaters berichtete. Es viel mir dabei ein, ich hatte auf der Empore Aufschreibungen gefunden, am Tisch liegend noch am Morgen und war beindruckt, über welch einen Künstler hier wohl geschrieben wurde. Ich las nur ein paar Zeilen davon ...

 

Es waren die Aufzeichnungen von Dr. Rathke zur Laudatio meines Vaters, die mich direkt ins Herz trafen. Gerührt und geehrt, von diesem Menschen eine solche Einschätzung der Werke zu erhalten. 

 

Das nachfolgende Video zeigt unsere Ansprachen in gekürzter Form.

 

(Foto, Film/Cut und Veröffentlichung YouTube durch den Veranstalter, WAAS.sche-Fabrik)




Seite hinzugefügt im April 2019